Anita Djafari, Leiterin von Litprom in Deutschland, spricht über die 30-jährige Geschichte des LiBeraturpreises, der Schriftstellerinnen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und der arabischen Welt ehrt. Der Preis wurde bisher an Autorinnen wie Madeleine Thien, Patrícia Melo, Edwige Danticat und viele andere verliehen. Während der Literaturtage in Frankfurt kamen zwölf weibliche Autoren zusammen, um das 30-jährige Jubiläum des LiBeraturpreises zu feiern. Litprom, eine in Frankfurt ansässige Organisation, die sich der Förderung von Literatur und Autoren aus unterrepräsentierten Ländern im Westen widmet, organisiert den Preis und unterstützt deutsche Verlage bei Übersetzungen.
Der LiBeraturpreis, der seit 2013 von Litprom organisiert wird, wurde 1987 von einer politisch-religiösen Gruppe ins Leben gerufen. Der Name des Preises steht für “liber”, was sowohl “Buch” als auch “frei” auf Latein bedeutet und für Befreiung von eingefahrenen Vorstellungen steht. In den letzten 30 Jahren hat sich viel für Autorinnen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und der arabischen Welt verbessert, obwohl die Auflagen von Büchern leicht rückläufig sind. Frauen schreiben heute über eine Vielzahl von Themen, darunter historische Ereignisse in ihren Heimatländern und feministische Anliegen.
Die Bedeutung des LiBeraturpreises liegt darin, die Arbeiten von Frauen aus diesen Kontinenten und Regionen hervorzuheben, da westliche Literatur immer noch dominant ist. In Zukunft soll die öffentliche Wahrnehmung des Preises gesteigert werden, indem das Preisgeld erhöht wird. Der LiBeraturpreis ist ein Publikumspreis, bei dem die Jury die nominierten Autorinnen auswählt, aber die Öffentlichkeit das letzte Wort durch Abstimmung hat. Bedeutende Autorinnen wie Madeleine Thien und Edwidge Danticat wurden bereits ausgezeichnet.
Die Litprom Literaturtage in Frankfurt bieten ein vielfältiges Programm mit zwölf Autorinnen aus zwölf Ländern, darunter auch deutsche Schriftstellerinnen. Männer sind ebenfalls willkommen, um sich über weibliche Weltliteratur auszutauschen und zu feiern. Insbesondere die Vielfalt der Themen, die von den Autorinnen behandelt werden, wird während des Programms beleuchtet. Die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum des LiBeraturpreises werden mit Live-Musik der Band Kick la Luna abgerundet.