Antifaschisten in Deutschland protestieren gegen Verfolgung von linken Aktivisten: Peoples Dispatch.

Antifaschisten in Deutschland protestieren gegen Verfolgung von linken Aktivisten: Peoples Dispatch.

Linke und antifaschistische Gruppen in Deutschland protestieren gegen fortgesetzte Versuche, Aktivisten im Land zu verfolgen. Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und jugendliche Studentengruppen, die mit Die Linke verbunden sind, haben ihre Solidarität mit einem 27-jährigen Lehrer aus Frankfurt, Luca, bekundet, der vom Staat verfolgt wird und ein Berufsverbot wegen seiner Teilnahme an einer Demonstration vor zwei Jahren droht. Luca ist Teil der SDAJ-Führung und Gewerkschafter in der GEW.

Die Verfolgung des Aktivisten hat landesweite Proteste von progressiven Gruppierungen und Gewerkschaftern ausgelöst, und verschiedene Gruppen haben eine Petition initiiert, die das Ende und die Aufhebung des gegen ihn verhängten Berufsverbots fordert. Linksextreme Gruppen aus der Kommunistischen Jugend Österreichs (KJO) und der Kommunistischen Studentenvereinigung (KSV) haben ebenfalls Solidarität mit Luca bekundet.

Laut Berichten hat ein Frankfurter Amtsgericht Luca kürzlich zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, weil er bei den Maikundgebungen in Frankfurt vor zwei Jahren Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet, schwere Körperverletzungen verursacht und den Frieden gebrochen haben soll. Linksextreme Gruppen behaupten, dass alle Anschuldigungen gegen Luca falsch und unbegründet seien. Die Behörden haben auch die Anklage genutzt, um Luca aufgrund seines Strafregisters das Fortführen seines Berufs als Lehrer zu verbieten. Unterdessen hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft auf eine härtere Bestrafung von Luca gedrängt, und am 27. September wird vor dem Amtsgericht in Frankfurt über Berufung verhandelt. Jugendgruppen, Linke und Gewerkschafter haben für denselben Tag Demonstrationen zur Solidarität mit Luca in Frankfurt gefordert.

Die Petition, die die Freisprechung von Luca und die Aufhebung seines Berufsverbots fordert, besagt: “Berufsverbote haben in Deutschland eine lange Tradition, vor 50 Jahren wurden politisch aktive Lehrer nur entlassen, weil sie sich für eine bessere Welt und eine Alternative zum Status quo eingesetzt haben. Schon damals konnte man dem nur gemeinsam Widerstand leisten. Für uns ist klar: Luca ist keine Gefahr, er muss seine berufliche Laufbahn beginnen dürfen.”

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