Die Aktienkurse der Boeing Co. stürzten an der Frankfurter Börse ab, nachdem die Bundesluftfahrtbehörde (FAA) beschlossen hatte, bestimmte Boeing 737 MAX 9-Flugzeuge stillzulegen. Am 8. Januar wurden Boeing-Aktien in Frankfurt mit 208,40 € notiert, was einen scharfen Rückgang um 7,52 Prozent gegenüber dem vorherigen Schlusskurs von 225,35 € darstellte. Dieser Rückgang fiel inmitten allgemeiner Marktbedenken, da die FAA sofortige Inspektionen der betroffenen Flugzeuge vor deren Rückkehr in den Flugverkehr verlangte.
Die Stilllegungsanordnung wurde erlassen, nachdem die FAA einen Inspektionsbedarf identifiziert hatte, der etwa vier bis acht Stunden pro Flugzeug dauern würde und schätzungsweise 171 Flugzeuge weltweit betraf.
Die Anordnung erfolgte nach einem Vorfall mit dem Alaska Airlines Flight 1282, der die FAA veranlasste, die Sicherheit priorisieren und die laufende Untersuchung durch das National Transportation Safety Board (NTSB) unterstützen zu lassen.
Investoren reagierten auf die Nachricht mit Vorsicht, da die behördliche Überprüfung zu den bestehenden Druckfaktoren auf Boeings Aktien beitrug. Das Unternehmen mit Sitz in Arlington, VA, kämpft mit Herausforderungen in der Luft- und Raumfahrtbranche, darunter Wettbewerb und frühere Probleme mit der 737 MAX-Serie.
Die jüngste Maßnahme der FAA bedeutet für Boeing einen weiteren Rückschlag, fast fünf Jahre nach der weltweiten Stilllegung von MAX-Flugzeugen nach zwei tödlichen Unfällen.
Boeing konkurriert mit Airbus, der seit den beiden Boeing-MAX-Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019, bei denen fast 350 Menschen ums Leben kamen und die zu einer weltweiten Stilllegung der MAX für 20 Monate führte, Marktanteile gewonnen hat.
Mit Material von Reuters
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