Mentored By Heidegger: Herbert Marcuse wurde in einer assimilierten Berliner Familie aufgezogen, die dennoch seine Bar Mizwa feierte. Die Frankfurt School, Jüdische Leben und Antisemitismus, von Jack Jacobs, mit 268 Seiten, $90.00, verweist auf die vorwiegend jüdische Herkunft der sozialen und politischen Denker dieser kritischen Theoriegruppierung. Zu diesen Namen gehören Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse, die von Karl Marx beeinflusster Philosophen, Soziologen und Psychoanalytiker waren. Ein detaillierter Blick auf die Auswirkungen des Judentums auf ihr Leben und Werk wurde bisher nicht durchgeführt.
Jacobs zeigt, dass in den Schriften der Frankfurter Schule, wie “Dialektik der Aufklärung” und “Die Autoritäre Persönlichkeit”, die Zusammenarbeit von Adorno und Horkheimer, der Wunsch besteht, den Hass auf Juden zu erklären und anzugehen. Sowohl Horkheimer als auch Adorno hegten während des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland ernste Besorgnisse über den Antisemitismus und seine universelle Tendenz. Nach ihrer Flucht in die USA wurden sie überrascht von dem gleichen Problem des Antisemitismus, das sich auch dort manifestierte, von Universitätsquoten bis zu Hassreden im Radio.
Auch nach dem Krieg blieb die Sorge um den Antisemitismus präsent, insbesondere angesichts der Realität des Holocausts. Adorno äußerte in einem berühmten Essay die Ansicht, dass es barbarisch sei, nach Auschwitz noch Poesie zu schreiben. Herbert Marcuse, der von einem antisemitischen Mentor blockiert wurde, verteidigte stets Israel als Asyl für verfolgte Juden und kritisierte gleichzeitig die israelische Politik. Auch Max Horkheimer zeigte ein gesteigertes Interesse an seinen Wurzeln und hatte mit den Auswirkungen des deutschen Antisemitismus zu kämpfen.
Dank Jacobs’ klaren Darstellung müssen die Denker der Frankfurter Schule, trotz politischer Kritik, nun im Licht ihrer jüdischen Herkunft und des Bewusstseins über die internationale Plage des Antisemitismus betrachtet werden. Die Unterstützung für jüdischen Journalismus ist jetzt entscheidend, um die amerikanisch-jüdische Geschichte vollständig und fair zu erzählen. Nur noch 300 Geschenke werden bis zum 30. April benötigt, um dies zu ermöglichen.