Die Frankfurt School of Finance & Management (FS) in Deutschland bietet ihren Studenten nun die Möglichkeit, ihre Qualifikationen mithilfe der Blockchain-Technologie nachzuweisen, berichtete Cointelegraph auf Deutsch am 17. September. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden Absolventen eines Blockchain-Technologie-Kurses der FS, basierend auf der Ethereum (ETH) Blockchain, in der Lage sein, ihren erfolgreichen Abschluss des Kurses mit einer Zertifizierung nachzuweisen, die selbst auf der Blockchain gespeichert ist.
Für das Pilotprojekt hat sich die FS mit dem führenden Blockchain-Softwareanbieter Consensys und Ethense, einer dezentralen Plattform für Zertifizierungen, zusammengetan. Consensys hat eine dezentrale App (DApp) für sogenannte selbstbestimmte Identitäten entwickelt, bei der Zertifikate nicht unbedingt auf einer Blockchain veröffentlicht, sondern nur auf die Computer verschiedener Netzwerkteilnehmer kopiert werden.
Die Kopien können verschlüsselt werden, sodass der Besitzer eines bestimmten Knotens im jeweiligen Netzwerk auf Fall-zu-Fall-Basis entscheiden kann, welche Zertifikate er anderen Netzwerkteilnehmern sichtbar macht. Somit macht die Blockchain die Zeugnisse physisch transportabel für die Studierenden.
Veronika Kütt, Forschungsmitarbeiterin im FS Blockchain Center und Leiterin des Pilotprojekts, findet die Möglichkeit, Zertifikate digital zu präsentieren, “faszinierend”. Professor Philipp Sandner, Leiter des FS Blockchain Centers, fügte hinzu, dass mit der Blockchain persönliche Daten wie ein Lebenslauf oder ein Ausweis wie in einem Bilderbuch gespeichert werden können. Dies zeigt, wie einfach und komfortabel das für den Benutzer sein kann.
Damit ist die FS die erste Bildungseinrichtung in Deutschland, die ihren Studierenden blockchain-basierte Zertifikate anbietet. Die neue Technologie wird auch in der Schweiz an der Universität Basel eingesetzt. Ende April hat das Center for Innovative Finance (CIF) Kurszertifikate registriert, die auf der Ethereum-Blockchain gespeichert sind.