Deutsche Polizei verhaftet 18-Jährigen wegen Anschlagsplanung aus dem rechten Spektrum – 11/20/2023

Deutsche Polizei verhaftet 18-Jährigen wegen Anschlagsplanung aus dem rechten Spektrum – 11/20/2023

Ein 18-jähriger Mann befindet sich in Untersuchungshaft, da er unter Verdacht steht, einen gewalttätigen Anschlag geplant zu haben, wie das Landeskriminalamt (LKA) von Hessen und die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Die Behörden gaben an, dass der Verdacht bestehe, dass er eine schwerwiegende staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet habe und gegen Waffengesetze verstoßen habe. Der junge Mann habe wiederholt in einschlägigen Online-Foren gedroht, Menschen töten zu wollen, um seine politischen Ziele voranzutreiben. Die Ermittlungen hätten eine verhärtete, gewalttätige, antisemitische und rechtsextreme Grundhaltung offenbart.

Der hessische Innenminister Peter Beuth lobte die Ermittler und betonte die professionelle Arbeit, die bereits in den Anfangsphasen starke Hinweise auf Anschlagspläne ergeben habe. Die Ermittlungen gegen den Teenager begannen vor mehreren Monaten, und am 15. November durchsuchte die Polizei sein Zuhause, beschlagnahmte Waffen, Munition sowie mehrere digitale Speichergeräte wie Computer und Handys. Am nächsten Tag ordnete ein Jugendrichter in Frankfurt die Untersuchungshaft des Verdächtigen an. Die ersten Auswertungen der Hausdurchsuchung verstärkten den Verdacht, weitere Untersuchungen und Kontrollen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz dauerten an.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sie derzeit keine Angaben zu möglichen Helfern oder einem Netzwerk machen könne. Die Festnahme und Ermittlungen wurden von den Behörden als Erfolg für eine spezielle gemeinsame Ermittlungsgruppe namens BAO (Besondere Aufbauorganisation) in Deutsch bezeichnet. Diese Gruppe wurde unter anderem aufgrund mehrerer in Hessen verübter rechtsextremer oder rassistisch motivierter Gewalttaten in den letzten Jahren eingerichtet. In den vergangenen Jahren gab es headline-grabbing far-right oder rassistische Gewaltverbrechen in Hessen. Hessen. Im Juni 2019 wurde der lokale Politiker Walter Lübcke von einem rechtsextremen Gegner seiner früheren Aussagen zur Migration in seinem Zuhause getötet. Im folgenden Jahr tötete in Hanau ein rechtsextremer Schütze aus rassistischen Gründen neun Menschen, bevor er seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Im Mai dieses Jahres wurde ein 21-Jähriger aus dem Bundesland zu fast vier Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er einen terroristischen Anschlag geplant hatte, den die Behörden vereitelt hatten. Während du hier bist: Jeden Dienstag fassen die DW-Redakteure zusammen, was in der deutschen Politik und Gesellschaft passiert. Du kannst dich hier für den wöchentlichen E-Mail-Newsletter Berlin Briefing anmelden.

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