Deutsche Prognose soll Anzeichen für eine angeschlagene Wirtschaft aufzeigen

Deutsche Prognose soll Anzeichen für eine angeschlagene Wirtschaft aufzeigen

Die deutsche Regierung wird voraussichtlich am Mittwoch ihre neuesten Wachstumsprognosen anheben, da die von Europas Krisenländern schwer getroffene Top-Wirtschaft erste Anzeichen dafür zeigt, dass sie sich langsam erholt. Verbesserungen in Schlüsselindikatoren, von der Industrieproduktion bis zur Geschäftstätigkeit, in den letzten Monaten deuten darauf hin, dass eine erhoffte Erholung langsam einsetzt. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im vergangenen Jahr leicht, belastet durch die steigende Inflation, den Rückgang der Produktion und die Schwäche der Handelspartner, und hat als ein wesentlicher Faktor für die 20-Nationen Euro-Zone gewirkt.

Ursprüngliche Hoffnungen auf ein starkes Wachstum in diesem Jahr wurden zurückgeschraubt, als die Wirtschaft schwächelte, wobei Berlin im Februar seine Wachstumsprognose auf nur 0,2 Prozent senkte. Der Internationale Währungsfonds zog letzte Woche nach und erwartet nun dieselbe Zahl. Aber verbesserte Anzeichen haben die Hoffnung genährt, dass die träge Wirtschaft – auch wenn sie nicht unbedingt in einen Sprint übergeht – zumindest wieder auf die Beine kommt. Die Bundesbank prognostizierte letzte Woche, dass die Wirtschaft im ersten Quartal leicht expandieren wird und eine Rezession vermeiden wird, nachdem sie zuvor eine Schrumpfung vorhergesagt hatte. Wirtschaftsminister Robert Habeck wird die neuen Prognosen um 14:15 Uhr vorstellen.

Der HCOB Flash Germany Einkaufsmanagerindex, veröffentlicht von S&P Global, registrierte im April einen Wert von 50,5, nach 47,7 im März, und kehrt damit zum ersten Mal in 10 Monaten in das Wachstum zurück. Aber leichte Verbesserungen in Indikatoren bedeuten nicht, dass die Regierung große Änderungen an ihren Prognosen vornehmen wird, da Analysten nach wie vor ein schwaches Wachstum in diesem Jahr erwarten. Langfristige Probleme wie eine alternde Bevölkerung und ein Mangel an Fachkräften sind ebenfalls Kopfschmerzen für die Entscheidungsträger. Während sich die Konjunkturaussichten möglicherweise zu verbessern beginnen, sehen einige weiterhin einen holprigen Weg voraus.

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