Deutschlands erster veganer Kindergarten öffnet diesen Sommer

Deutschlands erster veganer Kindergarten öffnet diesen Sommer

Die Stadt Frankfurt hat soeben Pläne für Deutschlands ersten komplett veganen Kindergarten genehmigt, der im August 2018 eröffnet werden soll. Der Mokita Kindergarten wird eine innovative akademische und soziale Lernumgebung mit pflanzlicher Ernährung kombinieren, um Kleinkindern einen konkurrenzfähigen Start in ihre Bildung zu ermöglichen. Entwickelt wurde Mokita von der Elterninitiative Veggie-Kids eV, die auch als Hauptsponsor der Schule fungiert. Der Kindergarten wird vierzig Kinder im größeren Frankfurter Stadtteil Bockenheim im Alter von drei bis sechs Jahren aufnehmen. Laut der Website von Mokita erhalten die Schüler frische, lokale und saisonale pflanzliche Ernährung und lernen wichtige Entwicklungs- und soziale Fähigkeiten, die für eine höhere Bildung notwendig sind. Die Schule beschreibt ihre Werte als “offenes Konzept, inklusiv, interreligiös, partizipativ und interkulturell”.

Im Gegensatz zu vielen strukturierten Klassenzimmern lernen die Kinder nach der Reggio-Pädagogik-Methode. Diese Bildungsphilosophie konzentriert sich auf individuelles, selbstgesteuertes und experimentelles Lernen. Das Ziel ist es, Gemeinschaft zu schaffen und gleichzeitig den Individualismus zu fördern, sodass die Schüler ihre eigene Stimme finden und erfolgreich mit anderen interagieren können. Mokita erklärte, dass die Schüler “gegeneinander abwägende Ziele berücksichtigen, wenn sie Strategien für ihr Handeln festlegen [und] ihre eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren”. Dieser Ansatz lehrt die Schüler, Respekt und Mitgefühl für andere, einschließlich Tiere, zu haben. Mit dem rein veganen Speiseplan der Schule wird alles von den Klassenzimmern bis zur Cafeteria dieses mitfühlende, gemeinschaftsorientierte Denken verstärken.

Der Kindergarten hat viel Aufmerksamkeit für seinen einzigartigen Ansatz zur frühkindlichen Entwicklung erregt, insbesondere in Bezug auf den veganen Aspekt. Einige lokale Politiker und Ernährungswissenschaftler sind besorgt über den ernährungsphysiologischen Aspekt einer rein pflanzlichen Ernährung und wie sich dies auf kleine Kinder auswirken könnte. Um diese Bedenken zu zerstreuen, werden die Kinder routinemäßigen Untersuchungen von Ärzten unterzogen und ihre allgemeine Gesundheit im Rahmen einer Forschungsstudie erfasst, um das Wissen über vegane Ernährung und kleine Kinder zu verbessern. Einige Schulen in den USA haben bereits den Übergang zu komplett pflanzlichen Mahlzeiten vollzogen. Im Jahr 2015 hat die MUSE School, eine private K-12-Schule in Calabasas, Kalifornien, eine vollständig vegane Speisekarte in ihrer Cafeteria eingeführt. Darüber hinaus haben einige High Schools im Los Angeles Unified School District begonnen, regelmäßig pflanzliche Optionen neben ihren Standardmenüs anzubieten.

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