Die Genealogie des Woke-Kapitals

Die Genealogie des Woke-Kapitals

Amerikanische Unternehmen haben die Übernahme radikaler Ideen als plötzlich und unerklärlich empfunden. Unternehmen von Disney bis Lockheed-Martin bitten ihre Mitarbeiter in internen Schulungen, “farbenblinde Ideologien herauszufordern” und ihr “weißes männliches Privileg zu dekonstruieren”. Firmen investieren beträchtliche Summen in solche Schulungen, in Redner zum Thema Vielfalt und in die Aufrechterhaltung eines progressiven Images. Mitarbeiter fragen sich, warum ihr Arbeitsplatz sich in ein progressives Propagandazentrum verwandelt hat. Es wird diskutiert, warum Institutionen “woke” werden und warum sie diese Ideen als legitim ansehen.

Die Geschichte der Vielfalt in der amerikanischen Unternehmenskultur beginnt im Zeitalter der Bürgerrechtsbewegung, als das Civil Rights Act von 1964 die Zuständigkeiten von Exekutive und Justiz dramatisch erweiterte. Dies führte zu einem komplexen System, das viele Probleme aufwies und von Unternehmen schwer zu verstehen war. Compliance mit den neuen Regulierungen führte dazu, dass Unternehmen rassenbewusste Politiken implementierten, um regulatorischen Ärger zu vermeiden. Trotz massiver öffentlicher Unterstützung für Rassenpolitik schienen die Auswirkungen auf Unternehmensleistungen begrenzt zu sein, gemessen an der Literatur zu kultureller oder demografischer Vielfalt unter Mitarbeitern.

Die Umstellung von der Legalität zur Vielfalt markierte den Übergang von einer gesetzlichen Pflicht zu einem Merkmal des Geschäftsbetriebs und legitimiert so die Verfolgung von politischen Zielen mit Fokus auf Rasse am Arbeitsplatz. Obwohl die Befürworter der Vielfalt behaupten, dass sie wesentlich für den Geschäftserfolg ist, fehlt ihr empirisch der Nachweis. Unternehmen geben weiterhin Milliarden für Vielfaltsinitiativen aus, obwohl die Effektivität fraglich ist. Die föderale Regierung könnte diesen Überschwang einschränken, aber der amerikanische Rechtsrahmen für Bürgerrechte bleibt unklar und wird von Personalexperten ausgenutzt.

Um die schädliche Radikalisierung im Arbeitsplatz zu verhindern, sollten die Widersprüche zwischen Farbenblindheit und Farbenbewusstsein betont werden. Rassistische Diskriminierung bleibt gesetzeswidrig, und rechtliche Schritte könnten die Vielfaltsparadigma gefährden. Regulierungsreformen und klare Durchsetzung von Gesetzen könnten Unternehmen ermutigen, radikale Praktiken einzudämmen. Unternehmen sollten wissen, dass zu viel “woke” sein sie rechtlichen Konsequenzen aussetzen kann. Einen Ausweg aus diesem Problem zu finden, erfordert ein fundiertes Verständnis der Entwicklung bis hierhin.

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