Der Frankfurter Flughafen plant, die Wartezeiten durch die Einführung des biometrischen Check-ins für alle Passagiere zu verkürzen und wäre somit der erste Flughafen in Europa, der dieses System implementiert. Die Fluggäste können sich für diese Gesichtserkennung vorab über die Star Alliance Biometrie-App oder direkt am Check-in-Automaten mit biometrisch geeigneten Pässen registrieren. Der gesamte Registrierungsprozess dauert nur wenige Sekunden und ermöglicht es den Passagieren, anstatt der Vorlage ihrer Dokumente, lediglich ihr Gesicht scannen zu lassen.
Das System, genannt “Smart Path”, wird bereits von über 12.000 Reisenden an den Check-in- und Abfluggates des Flughafens genutzt. Die Passagiere können ihre biometrischen Daten dauerhaft speichern, während andere nur für ihre gebuchten Flüge registrieren können. Alle persönlichen Informationen werden drei Stunden nach der Flugabflugzeit gelöscht, so das Unternehmen Sita. CEO David Lavorel von Sita erklärt, dass über 75 Prozent der Passagiere gerne biometrische Systeme nutzen, wenn sie eingeführt werden.
Die herkömmlichen Check-in-Methoden bleiben weiterhin verfügbar, bestätigte der Flughafen. Die biometrische Technologie ist auch an einigen anderen großen deutschen Flughäfen wie Hamburg und München vorhanden, jedoch derzeit nur für Lufthansa- und Star Alliance-Passagiere. Fraport, der Betreiber des Flughafens, plant, mindestens 50 Prozent aller Check-in-Automaten sowie Boarding Pass-Kontrollpunkte und Abfluggates in den nächsten Monaten mit dieser Technologie auszustatten.