Ein maßgeschneiderter Übergang in die Arbeitswelt

Ein maßgeschneiderter Übergang in die Arbeitswelt

Der International Career Service Rhein-Main (ICS RM) setzt sich dafür ein, die berufliche Entwicklung von Studierenden mit Migrationshintergrund zu unterstützen, um ihren erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt zu fördern und dazu beizutragen, den Fachkräftemangel in der Region Rhein-Main zu schließen. Sechs öffentliche Hochschulen in der Region haben sich zu einer Kooperation zusammengeschlossen, um zwischen Handel und Industrie, sozialökonomischen Akteuren, dem Start-up-Ökosystem sowie öffentlichen Arbeitgebern und Unterstützungsorganisationen eine maßgeschneiderte Übergangslösung zwischen dem Studium und dem Berufsleben bis 2028 zu schaffen. Das Ziel ist es, dass Absolventen mit Migrationshintergrund den Übergang in die Arbeitswelt erfolgreich bewältigen können.

In der Region Rhein-Main studieren derzeit etwa 25.000 internationale und weitere 25.000 deutsche Studierende mit Migrationshintergrund an den sechs öffentlichen Hochschulen. Nach ihrem Abschluss gelingt es nur einem kleinen Teil dieser Studierenden, akademische Positionen im Handel und in der Industrie, der sozialökonomischen Sphäre oder bei öffentlichen Arbeitgebern zu finden. Der Weg zur Selbstständigkeit ist oft auch mit Schwierigkeiten verbunden. Dabei prognostiziert das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) an der Goethe-Universität Frankfurt einen Mangel von 50.000 Fachkräften mit akademischem Abschluss allein in Südhessen bis 2028 – ein Gap, das diese Studierenden schließen können. Um dies zu ermöglichen, wurde ein gemeinsames Projekt in Südhessen ins Leben gerufen, dessen Runder Tisch sich am 19. März 2024 erstmals traf.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein Beratungsgremium eingerichtet, bestehend aus Vertretern von Arbeitgeberverbänden, Kammern, kommunalen Dachorganisationen, relevanten Landesministerien, sowie der Hochschulleitungen der Mitgliedsuniversitäten. Das Gremium dient auch als Schnittstelle zur Landespolitik. Zudem gibt es einen operativ orientierten Runden Tisch, der sich am 29. März versammelte und Diskussionen darüber führte, wie Wirtschaftsakteure, Verbände und andere unterstützende Organisationen in diese Dienstleistungen integriert werden können, um sowohl den Bedarf der Wirtschaft als auch der Studierenden zu erfüllen. Es werden auch Hindernisse wie unzureichende Netzwerke und Anlaufstellen, fehlende Einblicke in den deutschen Arbeitsmarkt und Unternehmenskulturen sowie bestehende rechtliche Barrieren thematisiert. Schließlich soll das Pilotmodell des International Career Service Rhein-Main bis 2028 als Best Practice für die Schaffung vergleichbarer Strukturen in Mittel- und Nordhessen dienen, wobei der ICS RM zu diesem Zeitpunkt fest etabliert sein sollte.

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