München und Frankfurt gehören zu den begehrtesten Städten Deutschlands, sowohl für deutsche Bewohner als auch für Einwanderer. Beide Städte haben in den letzten zwei Jahrzehnten aufgrund von Anstiegen des Immobilienpreises an Attraktivität gewonnen. UBS veröffentlichte im Oktober ihren jährlichen Global Real Estate Bubble Index und platzierte München und Frankfurt an der Spitze der Liste für europäische Städte mit einem Risiko einer Immobilienblase. Trotz dieser Risiken zeigen die Preise bereits Anzeichen einer Verlangsamung des Wachstums, was für Käufer die Angst vor einem Wertverlust ihrer Immobilie eindämmen könnte.
In Frankfurt sind die Wohnungspreise im letzten Jahr um 9,4% gesunken, bleiben jedoch immer noch mehr als 60% über den Werten vor fünf Jahren. Mit steigenden Finanzierungskosten und einem prognostizierten Rückgang der Preise im Jahr 2023, könnte die Situation weiter verschlechtern. Trotzdem bleibt Frankfurt wirtschaftlich die stärkste Stadt Deutschlands und wird voraussichtlich bis 2040 von 790.000 auf 870.000 Einwohner wachsen. In einigen Stadtteilen, wo Angebot begrenzt ist und Nachfrage steigt, wie Nordend und Westend, bleiben die Preise für Immobilien hoch.
Entwickler von Luxushochhäusern in Deutschland werden voraussichtlich trotz einer allgemeinen Abkühlung des Immobilienmarktes nicht viel an ihren Preisen ändern. Frankfurt hat in den letzten Jahren mehrere neue Luxushochhäuser gebaut, um der Nachfrage junger städtischer Arbeiter nach hochverdichtetem Wohnraum nahe dem historischen Zentrum gerecht zu werden. Die Fertigstellung neuer Luxusprojekte könnte jedoch aufgrund steigender Zinsen vorerst ausgesetzt werden, da Investoren vorsichtig geworden sind. Luxuskäufer, insbesondere diejenigen, die mit einem außergewöhnlich starken US-Dollar kaufen, werden weiterhin auf der Suche nach Immobilien in Frankfurt sein.