Am Donnerstag wurden hunderte Flüge am Flughafen Frankfurt in Deutschland gestrichen, einen Tag nachdem ein Wintersturm den Flughafen zwang, Starts und Landungen für mehrere Stunden auszusetzen. Schwerer Schneefall in Frankfurt und im gesamten Westen Deutschlands machte einige Autobahnen über Nacht unpassierbar und führte zu weiterem Verkehrschaos im Land. Hunderte Autofahrer verbrachten Stunden auf verstopften Autobahnen am Mittwochabend und bis Donnerstagmorgen.
Am Flughafen Frankfurt wurden mehr als 300 von etwa 1.000 geplanten Flügen für Donnerstag gestrichen, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport am Donnerstagmorgen der dpa. Flüge starten und landen am Flughafen, aber der Flugverkehr erholte sich noch von einem Sturm, der Eis, Glatteis und Schnee in weite Teile des westlichen und südlichen Deutschlands brachte.
Es war unklar, ob zusätzliche Flüge im Laufe des Tages gestrichen werden könnten. Die Flughafensprecherin riet Passagieren, den Status ihrer Flüge online zu überprüfen, bevor sie zum Flughafen reisen. Der Flughafen Frankfurt ist Deutschlands größter und wichtigster Luftverkehrsknotenpunkt und einer der verkehrsreichsten Flughäfen in Europa. Der Münchner Flughafen, ein weiterer großer Drehkreuz, das vom Wintersturm betroffen war, kehrte am Donnerstag weitgehend zum normalen Betrieb zurück, sagte ein Flughafensprecher der dpa.
Später am Mittwoch blieben Lastwagen in tiefem Schnee in der Nähe von Frankfurt auf drei der verkehrsreichsten Autobahnen Deutschlands, der A3, A4, A5 und A7, stecken. Die feststeckenden Lastwagen führten zu kilometerlangen Staus, in denen viele Autofahrer steckenblieben. Neben Straßenmeistfahrzeugen wurde das Rote Kreuz eingesetzt, um den Fahrern Decken und heiße Getränke zur Verfügung zu stellen, so die Polizei. Einige örtliche Schulen in den besonders vom Wintersturm heftig getroffenen Teilen Deutschlands blieben auch am Donnerstag geschlossen oder stellten auf Online-Unterricht um, damit die Kinder zu Hause bleiben konnten.