Während eines kürzlichen Besuchs in Mumbai betonte Leona Flach, Managerin für Tourismus und Marketing beim Frankfurter Tourismusverband, die wachsende Bedeutung Indiens als wichtiger Markt für ihre Initiativen. Flach erkannte die steigende Anzahl indischer Touristen, die Deutschland, insbesondere Frankfurt, besuchen und führte dies auf die zentrale Lage der Stadt in Deutschland und Europa zurück. Frankfurt sei aufgrund seiner zentralen Lage in Deutschland und Europa sowie der guten Flugverbindungen leicht von überall auf der Welt (einschließlich Indien) zu erreichen. Es gebe einen starken Verkehr von Indien nach Frankfurt und umgekehrt, so Flach.
Obwohl Frankfurt traditionell für Konferenzen bekannt ist, äußerte Flach eine Verschiebung des Fokus auf die Anziehung von Touristen in den Freizeit-, Familien- und Gruppenreisesegmenten. Das Ziel sei es, die Wahrnehmung zu zerstreuen, dass Frankfurt nur ein Geschäftsziel sei, und seine vielfältigen Attraktionen zu präsentieren. Frankfurt verfüge über eine beeindruckende Auswahl an angesehenen Museen für Kunst, Wissenschaft und Geschichte. Die Stadt sei bezaubernd zu Fuß zu erkunden, da viele dieser Museen und Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß von der Innenstadt entfernt seien, fügte Flach hinzu. Ein weiterer Anziehungspunkt Frankfurts sei die Neue Altstadt, die im Rahmen eines großen städtischen Entwicklungsprojekts von 2012 bis 2018 wiederaufgebaut wurde.
Die Stadt wird im Juni-Juli fünf Euro-Cup-2024-Spiele ausrichten und verspricht damit ein bedeutendes Ereignis für Fußballfans auf der ganzen Welt. Um mit dem Reisehandel in Kontakt zu treten, plant der Frankfurter Tourismus im April eine Verkaufsmesse in Mumbai und ein Seminar im August oder September. Wichtige Städte wie Mumbai, Pune, Delhi, Ahmedabad, Bengaluru, Hyderabad und Chennai bleiben ihre Zielmärkte. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2023 verzeichnete die Stadt Frankfurt einen Anstieg von 120 % bei der Anzahl der Besucher aus Indien. Flach äußerte Optimismus hinsichtlich der visumsbezogenen Herausforderungen und erwähnte laufende Gespräche mit dem Deutschen Nationalen Tourismusverband (GNTB), um diese Probleme anzugehen. Sie hofft auf positive Entwicklungen bei der Lösung von Visumssorgen, um das Gesamtreiseerlebnis für indische Besucher in Frankfurt zu verbessern.