Frankfurter Demonstration unterstützt Artsakh – The Armenian Mirror-Spectator

Frankfurter Demonstration unterstützt Artsakh – The Armenian Mirror-Spectator

Nach dem militärischen Angriff Aserbaidschans, der zur Vertreibung der Armenier aus Nagorno-Karabach führte, fanden Demonstrationen nicht nur in Berlin, sondern auch in Frankfurt statt. Organisiert vom Armenischen Kulturverein in Hessen (AKV), kamen Vertreter verschiedener Diasporagruppen zusammen, um verschiedene Aspekte des sich abspielenden Dramas zu thematisieren, darunter politische, juristische, kulturelle und persönliche. Shushan Tumanyan, eine Führungsfigur des AKV, sprach über die Bedrohung des armenischen Kulturerbes und zitierte die UN-Sicherheitsratsresolution vom 10. März 2022 zur Zerstörung armenischer Kulturstätten. Sie rief die deutsche Regierung dazu auf, den Angriff Aserbaidschans zu verurteilen und nach einer politischen Lösung gemeinsam mit den Armeniern aus Artsakh zu suchen.

Ani Kanayan und Mariam Taranyan-Buschler von der Deutsch-Armenischen Juristenvereinigung (DEARJV) sprachen über politische und völkerrechtliche Aspekte. Taranyan-Buschler betonte, dass nicht nur der militärische Angriff Aserbaidschans gegen das Völkerrecht verstieß, sondern auch die neunmonatige Blockade davor zeige einen genozidalen Vorsatz. Sie kritisierte das Versagen der internationalen Gemeinschaft und forderte Deutschland und die Europäische Union auf, im UN-Sicherheitsrat die “Wiederansiedlung” einzufordern, und verwies dabei auf den Prozess der Selbstbestimmung im Kosovo, dessen Abspaltung als Lösung zur Rettung von Menschenleben anerkannt wurde.

Die Journalistin Susanna Margaryan las einen Eintrag der 27-jährigen Elina Antonyan aus Stepanakert vor, der die persönliche Dimension verdeutlichte. Antonyan beschrieb die verzweifelte Situation in Artsakh, wo Armenier ihre Familienangehörigen beerdigen müssen, nicht wissend, ob sie die Gräber besuchen können. Einige müssen ihre Heimat verlassen und Schutz für Fotos ihrer getöteten Angehörigen suchen, um sie vor Zerstörung zu bewahren. Ein Dorfältester schaffte es, die Dorfkinder zu evakuieren, verlor jedoch seinen eigenen Sohn. Dies verdeutlichte die tragischen Auswirkungen des Konflikts auf persönlicher Ebene.

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