Eintracht Frankfurt-Fans gerieten am 15. März in Neapel mit der Polizei aneinander, bevor das deutsche Team gegen Napoli im Champions-League-Spiel antrat. Es kam zu ernsten Zusammenstößen in der Innenstadt von Neapel, wobei Autofenster zertrümmert wurden und Fans Feuerwerkskörper, Stühle und andere Gegenstände warfen, während unschuldige Passanten in Bars und Restaurants Zuflucht suchten. Die Polizei in Bereitschaftsuniform schaffte es schließlich, die Situation zu beruhigen, indem sie die Fans in Busse leitete, um sie zu ihren Hotels zu bringen. Weitere Zusammenstöße konnten vermieden werden, da die Mehrheit der Napoli-“Ultras” daran gehindert wurde, mit den deutschen Fans in Kontakt zu treten.
Der Bürgermeister von Neapel, Gaetano Manfredi, äußerte sich zu den Vorfällen auf den Straßen und nannte das Geschehen einen inakzeptablen Zustand von Guerillakrieg. Er dankte den Polizeikräften, die gehandelt haben, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, und appellierte an die Neapolitaner, verantwortungsbewusst zu handeln. Es gab bisher keine Informationen zu Festnahmen oder Verletzungen. Die Polizei in Neapel war hochwachsam, da rund 800 Polizeibeamte im Einsatz waren und mehr als 600 Fans aus Deutschland angereist waren, obwohl sich Frankfurt aus Protest gegen das Verbot von lokalen Behörden in Neapel entschieden hatte, keine Tickets für das Achtelfinale zu kaufen.
Das deutsche Team protestierte gegen die Entscheidung der lokalen Behörden in Neapel, die den Kauf von Tickets für Fans aus Frankfurt verboten hatten, nachdem es während des ersten Spiels in Deutschland zu Unruhen zwischen den Fans gekommen war. Napoli hatte dieses Spiel mit 2:0 gewonnen, aber die örtliche Polizei machte mehrere Festnahmen, nachdem es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans gekommen war. Die Fans von Atalanta, die eine bittere Rivalität mit Napoli pflegen, verstärkten die Zahl der deutschen Fans zusätzlich.