Der Flughafenbetreiber Fraport am Frankfurter Flughafen verzeichnete trotz Streiks im ersten Quartal überraschend starke Gewinne. Ein Gewinn von 16 Millionen Euro aus der traditionell schwächeren Reisesaison folgte einem Verlust von fast 22 Millionen Euro im Vorjahr. Streiks bei der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa und bei der Passagierkontrolle am Flughafen im ersten Quartal riskierten die Ergebnisse zu beeinträchtigen, während Dutzende Flüge auch wegen Schnee und Eis abgesagt wurden. Fraport konnte jedoch seinen Umsatz im Quartal um etwa 16% steigern, hauptsächlich dank deutlich höherer Passagierzahlen an den Flughäfen der Gruppe, zu denen auch Ljubljana in Slowenien und Fortaleza in Brasilien gehören.
Der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte ist der Meinung, dass das Unternehmen auf Kurs ist, um seine Ziele für das Jahr zu erreichen. Er rechnet weiterhin damit, dass 2024 zwischen 61 und 65 Millionen Passagiere am größten deutschen Flughafen landen werden. Die betrieblichen Ergebnisse vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) sollen zwischen 1,26 Milliarden und 1,36 Milliarden Euro liegen. Im April verzeichnete Frankfurt erneut einen leichten Anstieg der Passagierzahlen. Fraport zählte rund 5,1 Millionen Passagiere im Vergleich zu 4,8 Millionen im Vorjahr. Dies liegt jedoch immer noch etwa 16% unter dem Niveau vor der Coronavirus-Pandemie im April 2019. Im Januar betrug der Rückgang im Vergleich zu 2019 nur 13% – im Dezember waren es nur 6%.