Frankfurter Weltkriegsbombe entschärft nach Massenevakuierung

Frankfurter Weltkriegsbombe entschärft nach Massenevakuierung

Am 3. September 2017 haben Bombenentschärfungsexperten in Frankfurt erfolgreich eine riesige nicht explodierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft, wie Beamte angekündigt haben. Die Evakuierung war die größte in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands und umfasste Hunderttausende von Einwohnern. Die Polizei überprüfte jedes Haus mit Wärmebildtechnologie, um sicherzustellen, dass jeder evakuiert war. Die Bombe wurde auf einer Baustelle gefunden und wog 1,4 Tonnen. Über 100 Patienten wurden aus Krankenhäusern evakuiert, darunter Frühgeborene und Intensivpatienten.

Die Entschärfungsaktion wurde vor Ablauf der prognostizierten 12 Stunden abgeschlossen. Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras überwachten das Gebiet, während die Entschärfungsexperten ihre Aufgabe durchführten. Die Evakuierungszone umfasste auch 20 Altenheime, ein Opernhaus und die Zentrale der deutschen Zentralbank. Es wird geschätzt, dass etwa die Hälfte der 2,7 Millionen Tonnen Bomben, die die Alliierten im Zweiten Weltkrieg über Deutschland abwarfen, auf deutschem Boden landeten. Viele Bomben waren mit fehlerhaften Zeitzündern ausgestattet und explodierten nie.

Experten warnen, dass die verbleibenden Bomben immer instabiler werden könnten, da die Munition altert und ihre Zünder brüchiger werden. Das Problem ist in bestimmten Teilen Deutschlands schlimmer, etwa in Oranienburg, das als “gefährlichste Stadt Deutschlands” gilt. Nahe Berlin gelegen, wurde die Stadt während des Zweiten Weltkriegs stark bombardiert. Trotz der Entschärfung von fast 200 Bomben seit Kriegsende gibt es noch Hunderte unentdeckte Bomben, die eine fortlaufende Herausforderung darstellen. Die Problematik ist so weit verbreitet, dass Deutschland eine eigene Bombenräumungseinheit hat, deren Techniker jede Woche eine Bombe entschärfen.

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