Der georgische Stand auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober spiegelte den Kampf gegen kulturellen Druck in Tiflis wider, wie von PEN America beschrieben. Die georgische Nationalstandhalle 4 der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2023. Vier Tifliser Verlage finanzierten den Stand mit Unterstützung der Open Society Georgia Foundation, anstatt Geld von einem Staat anzunehmen, der der Meinung ist, dass er eine neue Unterdrückung auf die kulturelle Gemeinschaft des Landes ausübt.
Die Europäische Kommission empfahl heute formell, dass die Republik Georgien den Kandidatenstatus für die Mitgliedschaft in der Europäischen Union erhalten soll. Die Empfehlung basiert auf mehreren Reformen, die Georgien durchführen muss, einschließlich der Anpassung an die Sanktionen der EU im Außenpolitik, der Zurückweisung von Desinformation und politischer Polarisierung sowie der Gewährleistung freier und fairer Wahlen im Jahr 2024.
Der georgische Nationalstand auf der Frankfurter Buchmesse spiegelte die kulturelle Krise wider, die Sadovskaya in ihrem Bericht dargelegt hat. Viele der georgischen Verleger, die den Stand in Frankfurt finanzierten, lehnten staatliche Gelder ab und entschieden sich für zusätzliche Unterstützung aus der Open Society Georgia Foundation, um den Stand für alle georgischen Verlage und Autoren offen zu halten.
Der georgische Vizepräsident der International Publishers Association (IPA), Gvantsa Jobava, betonte die Bedeutung der finanziellen und politischen Unabhängigkeit der georgischen Kulturindustrie. Obwohl die kulturelle Unterdrückung in Georgien anhält, haben georgische Kulturführer Einheit und Widerstand gezeigt und hoffen auf die Unterstützung demokratischer Werte aus der ganzen Welt.
Die Botschaften der Banner am Stand in Frankfurt betonten die Widerstandskraft der georgischen Kultur und erinnerten an historische Ereignisse, die die georgische Identität und den Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit symbolisieren. Der Stand war ein Symbol für den kulturellen Widerstand in Georgien, der immer wichtiger wird, um die Freiheit der Meinungsäußerung und des Publizierens zu verteidigen.