Nachdem Mitglieder des Viswa Hindu Parishad (VHP) Einwände gegen das Rindfleischcurry im Menü des Kerala Samajam Frankfurt (KSF) bei einem von Generalkonsulat Indiens organisierten indischen Lebensmittelfest in Deutschland erhoben hatten, griff das Generalkonsulat Indiens ein, um das Gericht aus dem Menü zu entfernen. Der VHP argumentierte, dass “Rindfleisch essen gegen die hinduistische Kultur” sei und startete eine Online-Petition mit dem Titel “Erhaltung der Kultur des Kuh-Schutzes in indischen NRI-Kreisen und Festen”. Die Intervention des CGI erfolgte einen Tag vor dem Ereignis aufgrund des gestiegenen Widerstands. Das Kerala Samajam Frankfurt veröffentlichte daraufhin einen Facebook-Post, in dem sie erklärten, dass sie sich aus Respekt vor der Kultur entschieden haben, das Gericht zu entfernen.
Die Samajam betonte, dass sie als eine verantwortungsbewusste kulturelle Organisation, die das friedliebende ‘Gottes eigenes Land’ repräsentiert, beschlossen haben, den Frieden, die Harmonie und vor allem den Kernwert der Einheit in Vielfalt zu wahren. Ein Mitglied des Samajam gab jedoch zu, dass sie gezwungen waren, ihr Menü zu überarbeiten, um einem rechtlichen Problem in der Stadt zu entgehen. Trotz des Drucks haben einige Mitglieder des Samajam das Fest boykottiert und mit Plakaten für Einheit in Vielfalt und Freiheit für Nahrungsmittel protestiert.
Zuvor hieß es in vielen Medienberichten, dass die deutsche Bundespolizei in die Angelegenheit eingriff und dem Samajam erlaubte, das Rindfleischcurry mit Porotta beim Fest zu servieren. Letztendlich wurde das Gericht jedoch aus dem Menü genommen, um mögliche Unruhen zu vermeiden. Das Kerala Samajam Frankfurt reagierte auf die Kritik und Änderungen, indem sie den Wert der kulturellen Vielfalt hervorhob und sich dazu entschieden, die Wünsche des Konsulats und anderer Teile der Gemeinschaft zu respektieren.