Die jüngsten Streiks des Personals haben der Lufthansa Group im ersten Quartal des Jahres rund 350 Millionen Euro gekostet, was dazu führte, dass der europäische Flugzeugriese seine Gewinnprognose für 2024 senkte. Diese Streiks, an denen Mitarbeiter des Bodenpersonals und Flugbegleiter beteiligt waren, haben das Unternehmen dazu veranlasst, den bereinigten Verlust vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal auf 849 Millionen Euro zu erhöhen. Die Fluggesellschaft erwartet auch im zweiten Quartal einen finanziellen Verlust von weiteren 100 Millionen Euro aufgrund des Einflusses der Streiks auf die kurzfristige Nachfrage nach Reisen.
Darüber hinaus prognostiziert die Lufthansa Group nun ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von rund 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2024 – weniger als die bisherige Prognose von 2,68 Milliarden Euro, die dem Ergebnis von 2023 entsprochen hätte. Das Unternehmen warnt auch vor den unvorhersehbaren Auswirkungen des jüngsten Eskalation des Nahost-Konflikts und weiterer geopolitischer Unsicherheiten, die Risiken für die Finanzaussichten des Unternehmens darstellen.
Die Streiks der Lufthansa hatten auch Auswirkungen auf den Verkehr an ihrem Hauptdrehkreuz Frankfurt, wobei der Flughafen schätzte, dass 300.000 Passagiere von den Störungen im März betroffen waren, als 2.200 Flüge abgesagt werden mussten. Dennoch stieg der Verkehr am Flughafen Frankfurt im März auf 4,6 Millionen Passagiere, was einem Anstieg von 7,8 Prozent gegenüber März 2023 entspricht. Die Zahlen wurden durch die zeitliche Lage der Osterfeiertage in diesem Jahr gesteigert, blieben jedoch um rund 17,6 Prozent unter dem Verkehr von März 2019.