Ein weiteres Gebäude wird in den nächsten zwei Jahren auf dem Westend-Campus der Goethe-Universität errichtet. Das neue Zentrum für Geisteswissenschaften wird prominent an der Ecke Miquelallee und Hansallee gelegen sein und das Erscheinungsbild des Campus aus der Ferne dominieren. Der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Enrico Schleiff, betont, dass das Gebäude als ein markantes Eingangsmerkmal des Westend-Campus dienen wird und von den eigenen Architekten der Universität entworfen wurde.
Das Zentrum für Geisteswissenschaften ist das erste Bauvorhaben, das von der Goethe-Universität selbst geplant und finanziert wird. Es wird neben Büro- und Seminarräumen auch eine Probebühne für Theater-, Film- und Medienwissenschaften beherbergen. Der Bau soll den interdisziplinären Austausch und die Zusammenarbeit mit Partnern der Frankfurt Alliance und des Rhein-Main-Universitätsbündnisses fördern. Die Bauarbeiten begannen im März 2024 und sollen bis 2026 abgeschlossen sein.
Architekt Esref Yavuz erklärt, dass die Bauabmessungen des Gebäudes während der räumlichen Planung des angrenzenden DIPF festgelegt wurden und berücksichtigt werden mussten, um sich in das umliegende Gebiet einzufügen. Das Gebäude wird auch die Bedürfnisse von drittmittelfinanzierten Projekten der Fakultät für Linguistik, Kulturen und Künste sowie der Moderne Sprachen erfüllen, und somit einen wichtigen Beitrag zur Forschung und Lehre an der Goethe-Universität Frankfurt leisten.
Die Bauplanung sieht Hauptzugänge auf der Ost- und Westseite des Gebäudes in ein zweistöckiges verglastes Foyer vor, von dem aus alle anderen Etagen zugänglich sind. Die unterirdisch gelegene Probebühne erstreckt sich über zwei Etagen, während Seminar- und Büroflächen für die Fakultäten und drittmittelfinanzierte Projekte zur Verfügung stehen. Das Projekt wird von der Architektin Stephanie Köhler-Frank geleitet und die Baukosten werden auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt.
Christoph Degen, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, betonte bei der Grundsteinlegungszeremonie die Bedeutung des Zentrums für Geisteswissenschaften für die Forschung, Lehre und Kultur, und hofft auf erfolgreiche Planung und Umsetzung des Projekts.