Reflexionen zum Erbe der Frankfurter Schule, 100 Jahre später

Reflexionen zum Erbe der Frankfurter Schule, 100 Jahre später

Das Jahr 2021 markiert das 100-jährige Bestehen der Frankfurter Schule, die der Welt das heute in der Sozialtheorie bekannte Konzept der ‘Kritischen Theorie’ gab. Die Schule wird in der akademischen Welt zum Jubiläum gefeiert, da sie als eine der ersten Quellen dafür gilt, dass das Denken der Aufklärung ernsthafte Defizite aufweist und dass die Kriege, Sklaverei, Kolonialismus und andere Formen von Grausamkeiten oder historischen Ungerechtigkeiten, die über die Wissenschaft, Vernunft und Fortschritt hinausgingen, logische Konsequenzen der Idee der Aufklärung selbst waren.

Ein wichtiges Element dieser Argumentation ist die Komplizenschaft einer ansonsten radikal unterschiedlichen Sozialtheorie wie dem Marxismus, der trotz befreiender Absicht zur Ideologie wurde, um Macht jenseits der Kontrolle der Menschen auszuüben. Dieses Ausüben von Macht jenseits der Kontrolle ist etwas, das Philosophen der Frankfurter Schule als die Angst definieren, die das Denken der Aufklärung beherrscht. Diese Diskussion hat weitere Fortschritte gemacht, einschließlich des Versuchs zu sehen, ob der Marxismus neu interpretiert werden kann, um referenziell zu werden. Der Philosoph der Dekonstruktion, Jacques Derrida, versuchte dies teilweise in seinem Werk ‘Spectres of Marxism’, das jedoch von nur wenigen kritisch gelesenen Personen als erfolgreich angesehen wurde.

Die Frankfurter Schule hat eine wichtige Rolle bei der Transformation des Konzepts der Kritik gespielt, das bereits von Immanuel Kant begonnen wurde. Diese philosophische Reflexion bildet eine Grundlage für die Sozialwissenschaft und zielt darauf ab, die Idee der Aufklärung zu hinterfragen und letztendlich zu überwinden. Die Schule hat eine kritische Theorie der Gesellschaft entwickelt, die die menschliche Autonomie betont und dazu dient, die Menschen von falschen Vorstellungen in Autorität, Religion und Tradition zu befreien. Ihre Arbeit hat auch die Bedeutung von krisenhaften Situationen in der Gesellschaft hervorgehoben und neue Wege zur Überwindung von Ungerechtigkeiten aufgezeigt.

Durch die Kontinuität und Weiterentwicklung der Kritischen Theorie durch verschiedene Denkrichtungen wie Foucaults Genealogie, postkoloniale Theorie, Derridas Dekonstruktion und feministische Theorie wird die Bedeutung von Pluralismus und Kritik in der heutigen globalisierten Welt betont. Dieser Pluralismus adressiert die Komplexität und Vielfalt sozialer Strukturen und politischer Bewegungen und verdeutlicht die Notwendigkeit, krisenhafte Situationen zu erkennen und darauf zu reagieren. Es wird betont, dass die Schaffung einer gerechteren Welt nicht nur die Befreiung von Ungerechtigkeiten erfordert, sondern auch den Mut, eine neue Welt aufzubauen, in der Freiheit einen festen Platz hat.

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