Roger Waters gewinnt Rechtsstreit gegen Konzertabsage in Frankfurt

Roger Waters gewinnt Rechtsstreit gegen Konzertabsage in Frankfurt

Roger Waters trat am 27. September 2022 im Crypto.com Arena in Los Angeles auf. Am 24. April 2022 urteilte ein Verwaltungsgericht in Frankfurt zugunsten von Roger Waters’ rechtlicher Anfrage, dass die Entscheidung der Stadtregierung und des Landes Hessen, sein Konzert in der Festhalle Frankfurt am 28. Mai abzusagen, aufgehoben wird. In sozialen Medienbeiträgen schrieb Waters am Donnerstag, dass das Konzert in Frankfurt am 28. stattfinden werde. Der international renommierte Musiker und Mitbegründer der englischen Rockband Pink Floyd kündigte an, seine Botschaft von Liebe und Frieden nach Deutschland zu bringen und Solidarität mit verschiedenen Bewegungen wie BDS, Anti-Kriegs- und Antikapitalismusbewegungen zu zeigen.

Waters’ Auftritt seiner “This Is Not a Drill” Tour in Frankfurt wurde am 24. Februar von der Stadtverwaltung, bekannt als Magistrat, und der Landesregierung von Hessen aufgrund der falschen Anschuldigung, er sei Antisemit, abgesagt. Eine Koalition aus Sozialdemokraten, Grünen, Freien Demokraten, Christdemokraten und Volt-Parteivertretern kam zusammen, um das Konzert von Waters aus politischen und künstlerischen Gründen zu beenden. Das Verwaltungsgericht Frankfurt entschied, dass die Stadt und das Land als Eigentümer des Konzertveranstalters Messe Frankfurt verpflichtet seien, Waters das Konzert wie vertraglich vereinbart zu ermöglichen.

Die Frankfurter Zensoren versuchten, Waters’ Opposition gegen die israelische Regierung fälschlicherweise mit Antisemitismus zu verknüpfen. Sie warfen ihm vor, antisemitische Symbole in seinen Konzerten zu verwenden. Das Gericht entschied jedoch, dass dies eine künstlerische Freiheit sei, um vor der Wiederkehr des Faschismus im Westen zu warnen. Obwohl das Gericht nicht explizit feststellte, dass Roger Waters kein Antisemit ist, ließ der Beschluss Raum für die Fortführung der Diffamierung durch Medien. Waters äußerte sich weiter zu seinem Standpunkt über Israel und die Behandlung der Palästinenser.

Eine Online-Kampagne forderte, dass Waters’ Auftritt in Frankfurt stattfinden dürfe und erhielt vor dem Urteil viele Unterstützer. Die Frankfurter Stadtregierung wird Berichten zufolge gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berufung einlegen. Waters rief dazu auf, Kritik an Israels Regierungspolitik nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen und die Meinungsfreiheit zu schützen.

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