Verdächtiger der Schießereien am Frankfurter Flughafen als ruhig, nicht gewalttätig beschrieben

Verdächtiger der Schießereien am Frankfurter Flughafen als ruhig, nicht gewalttätig beschrieben

Der ehemalige Lehrer, der ehemalige Arbeitgeber und die ehemaligen Klassenkameraden des kosovo-albanischen Mannes, der beschuldigt wird, zwei US-Luftwaffenangehörige am Frankfurter Flughafen im letzten März getötet zu haben, haben ausgesagt, dass er ruhig und zurückhaltend, jedoch keineswegs gewalttätig war. Arid Uka, 21 Jahre alt, hat zu Beginn seines Prozesses im August gestanden, dass er Senior Airman Nicholas Alden, 25 Jahre alt, und Airman 1st Class Zachary Cuddeback, 21 Jahre alt, getötet hat. Er gab auch zu drei Mordversuchen an.

Er erklärte vor Gericht im August, dass er von jihadistischer Propaganda im Internet beeinflusst war und dass er amerikanische Militärangehörige davon abhalten wollte, nach Afghanistan zu gehen, wo er glaubte, dass sie muslimische Mädchen vergewaltigen würden. Die Aussagen am Montag von seinem ehemaligen Lehrer und seinem ehemaligen Arbeitgeber deuteten jedoch auf ein ruhiges und gewissenhaftes Verhalten hin, das seiner öffentlichen Aussage entgegensprach.

Ukas Freunde berichteten, dass er gerne Videospiele spielte, besonders “Call of Duty”, ein Kriegsspiel. Ein 19-jähriger Freund berichtete, dass Uka ihm Videos von Operationen im Irak geschickt hatte, von denen er überzeugt war, dass sie Amerikaner bei der Tötung von Zivilisten zeigten. Obwohl Uka verärgert über den Krieg im Irak war und die Handlungen der Amerikaner dort verurteilte, hatte er keine generelle Abneigung gegen Amerikaner.

Ein forensischer Psychiater war zwar im Gerichtssaal anwesend, sollte jedoch erst am 19. Dezember aussagen. In Deutschland wird eine Verurteilung wegen Mordes mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe geahndet, wobei jedoch eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren möglich ist und es keine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Bewährung gibt. Der Prozess soll bis Januar intermittierend fortgesetzt werden.

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