Zehn Punkte für mehr Vielfalt in Wissenschaft und Forschung

Zehn Punkte für mehr Vielfalt in Wissenschaft und Forschung

Die Goethe-Universität hat ein Zehn-Punkte-Papier zu Geschlecht, Sexualität und Diversität in der Forschung veröffentlicht. Dies beinhaltet den Wunsch, bessere Wissenschaft zu ermöglichen, die so fair wie möglich ist und möglichst viele Menschen einschließt. Der Universitätspräsident Enrico Schleiff betonte, dass dies wichtig sei, um valide Forschungsergebnisse zu erzielen und Innovation und Kreativität zu fördern. Die Universität plant, das Thema in den nächsten Entwicklungsplan zu integrieren und eine stärkere Berücksichtigung in internen Ausschreibungen sowie in der Aus- und Weiterbildung vorzunehmen.

Ein Beispiel aus der medizinischen Forschung zeigt die Bedeutung von geschlechtersensibler Forschung: Unterschiede zwischen Frauen und Männern müssen bei der Entwicklung von Medikamenten berücksichtigt werden, um eine korrekte Anwendung sicherzustellen. Die Einrichtung eines Frauenherzzentrums an der Goethe-Universität wird speziell auf geschlechtersensible medizinische Forschung abzielen und somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung leisten.

In den Erziehungswissenschaften hat geschlechterspezifische Forschung schon lange eine bedeutende Rolle gespielt, jedoch gibt es hier noch viel Verbesserungspotential. Professor Bettina Kleiner betont, dass Schulen und Kindertagesstätten die soziale Geschlechterordnung prägen und deshalb aufklappen müssen, um Stereotypen abzubauen und Gleichberechtigung zu fördern. Die Verankerung von Geschlechterreflexivität, Diversität und Gerechtigkeit in der Forschung ist für Kleiner ein bedeutsames Engagement der Goethe Universität.

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