Zum Abschied von den Letzten Philosophen, der Frankfurter Schule

Zum Abschied von den Letzten Philosophen, der Frankfurter Schule

Die “Frankfurter Schule” bezieht sich auf eine Gruppe unorthodoxer marxistischer Intellektueller, die mit dem Institut für Sozialforschung in Frankfurt, Deutschland, in Verbindung stehen. Prominente Mitglieder der ersten Generation sind unter anderem Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse. Sie stellten fest, dass fortgeschrittene kapitalistische Gesellschaften neue Formen von Barbarei durchmachten, anstatt, wie von Marx vorgesehen, zu einer humanen Gesellschaft überzugehen, die technologische Fortschritte nutzt, um die Mühsal abzuschaffen und menschliches Wohlergehen zu fördern. Neben Marx’ Theorien zu Ideologie und sozialer Reproduktion griffen sie auf eine Vielzahl von Denkern zurück, darunter Sigmund Freud und Max Weber, und entwickelten eine umfangreiche Sammlung radikaler und oft pessimistischer Analysen einer “vollständig verwalteten Gesellschaft”.

Für Rechtsextreme, die auf diesen Meinungsartikel gestoßen sind, mag der Begriff “Frankfurter Schule” als Bösewichte in einer extremen Verschwörungstheorie erscheinen, die weithin genug verbreitet ist, um eine akademische Studie über ihre Ursprünge und Mutationen zu inspirieren. Diese bezeichnen “Kulturmarxismus” oder “kritische Theorie” – heute beinahe bedeutungslose Überbegriffe für viele unterschiedliche und sogar gegensätzliche Denkweisen – als Verantwortliche für Verbrechen wie Popmusik und politische Korrektheit bis hin zum Aufstieg des Postmodernismus und dem Niedergang traditioneller westlicher Werte.

Der Begriff “Kulturmarxismus”, der von der Frankfurter Schule nie erwähnt wurde, wurde in der akademischen Welt geprägt, um die Analyse von kulturellen Artefakten wie dem Fernsehen aus marxistischer Perspektive zu beschreiben, nicht um eine politische Strategie zu beschreiben. Sie forderten von der Vernunft zu viel, indem sie sie aufforderten, über sich selbst nachzudenken, um vernünftiger zu werden. In ihrem berühmten, aber oft missverstandenen Buch “Dialektik der Aufklärung” argumentierten Horkheimer und Adorno kontra-intuitiv, dass “Mythos bereits Aufklärung ist; und Aufklärung verwandelt sich in Mythos”. Sie sahen das moderne Leben als gekennzeichnet durch eine Krise der Bedeutung, bei der unsere Fähigkeit, uns in der Welt wohl zu fühlen, mit unserer technischen Fähigkeit, sie zu kontrollieren, abnimmt.

Die Verbindung zwischen Kulturindustrie und Autoritarismus wird von rechten Autoritarismus Gruppen diskutiert, da eine Gruppe radikaler jüdischer akademischer Flüchtlinge des Nationalsozialismus ein idealer Sündenbock für antisemitische Reaktionäre ist. Darüber hinaus liefert die Forschung der Frankfurter Schule über die Persönlichkeit und Ideologie von Faschisten und “potenziellen Faschisten” pseudo-konservativen, auch noch genau das heutige Bild und Weltanschauung autoritärer Persönlichkeiten wider.

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