Das Lufthansa-Personal hat einen zweitägigen Streik an zwei der verkehrsreichsten Flughäfen Deutschlands begonnen. Die Flugbegleiter sind heute (Dienstag, 12. März) in Frankfurt und München in den Streik getreten und werden auch am Mittwoch in den Ausstand treten. Der Streik betrifft auch die Billigtochter der Fluggesellschaft, Cityline, und wird voraussichtlich rund 100.000 Passagiere beeinträchtigen. Laut Lufthansa werden alle Abflüge vom Flughafen Frankfurt am Dienstag und alle Abflüge vom Flughafen München am Mittwoch zwischen 4:00 und 23:00 Uhr Ortszeit bestreikt.
Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) fordert eine 15-prozentige Gehaltserhöhung und eine Inflationsausgleichszahlung von 3.000 Euro. Über 96 Prozent der Mitglieder der UFO-Gewerkschaft, darunter 18.000 Lufthansa-Mitarbeiter und 1.000 Cityline-Mitarbeiter, stimmten für den Arbeitskampf. Die Gewerkschaft behauptet, dass das Kabinenpersonal trotz der gestiegenen Gewinne von Lufthansa keinen Nutzen davon hat. Die aktuellen Streiks kommen nur wenige Tage nach einem weiteren Streik, der Millionen Reisende in ganz Deutschland beeinträchtigte.
Am 7. März wurden rund 80 Prozent aller Fernzüge sowie Regional- und S-Bahnen aufgrund eines Streiks der Lokführer storniert. Auch das Bodenpersonal von Lufthansa legte die Arbeit nieder. Die Ver.di-Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von 12,5 Prozent oder mindestens 500 Euro mehr pro Monat in Verhandlungen für fast 25.000 Lufthansa-Bodenarbeiter, darunter Check-in, Flugzeugabfertigung, Wartung und Frachtpersonal. Die Gewerkschaft UFO ruft die Lufthansa-Geschäftsführung dazu auf, sich von ihren Mitarbeitern nicht zu distanzieren und angemessene Angebote zu machen, um weitere Arbeitskämpfe zu vermeiden.